Nie waren Vintage- und Retro- Looks angesagter als jetzt. Das merkt ihr allein schon daran, dass 50iger Jahre Kleider wieder schwer im Kommen sind und der Rockabilly Style sich immer mehr durchsetzt. Wir gehen aber heute noch eine Spur weiter und verrutschen noch ein wenig in der Zeit. Die Goldenen 20iger Jahre waren eine wunderbare Zeit und so wollen wir euch heute auf ein fabelhaftes Kleid aufmerksam machen, das es verdient hat, mit in die neue Zeit übernommen zu werden. Die Rede ist vom Charlston Kleid, das sich in die Herzen der damals lebenden Frauen geschlichen hat und auch heute wieder für großes Aufsehen sorgt. Wo es herkam und wie ihr es am besten tragen könnt, verraten wir euch heute.

Die Goldenen 20iger lassen grüßen!

Seit es den Film „The Great Gatsby“ in die Kinos geschafft hat, sind Charleston Kleider wieder voll angesagt. Wer hätte auch nicht gern etwas von dem Prunk, Glamour und Glitzer, der in diesem Film transportiert wird?! Am einfachsten ist es also, sich in ein solches Styling zu stürzen und einmal einen Abend im 20iger Jahre Look zu feiern. Flapper- Dresses, Charleston Kleider und geometrischer Schmuck dürfen bei dem Look nicht fehlen. Doch woher kommt der Trend um die 20iger Jahre überhaupt?

Tschüss Sanduhrsilhouette – Hallo Charleston Kleid!

In den 20iger Jahren gab es einen wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Ersten Weltkrieg. Durch den neuen Reichtum wurden rauschende, strahlende Feste gefeiert. Das vorherige Schönheitsideal, nämlich die feminine Sanduhrsilhouette, die mittels eines Corsetts erzeugt wurde, war nicht mehr gefragt. Neu war ein androgyner, schmaler Körper, der richtig in Szene gesetzt wurde. Die Kleider wurden kürzer und zeigten mehr Bein. Sie endeten meist kurz über dem Knie. Die Taille verlagerte sich in Richtung Hüfte. Die Hüfte stand nun also im Mittelpunkt. Der Taille wurde keine Bedeutung mehr bemessen. Die meisten Kleider waren schlichtweg taillenlos. Das Charlston Kleid wurde geboren. Charleston Kleider waren also bequeme Hängekleider, die dennoch nicht nachlässig wirkten. Ihre Namen haben sie vom gleichnamigen Charlston- Tanz, der vor allem durch Auftritte von Josephine Baker bekannt geworden ist. Er kam 1925 in Europa auf. Um ihn tanzen zu können, musste ein Kleid geschaffen werden, dass Bein- und Bewegungsfreiheit gewährleistete – die Geburtsstunde des Charleston Kleides.

Das Kleid sollte beim Tanz mitschwingen

Das Charlston Kleid war typisch für die damalige Flappermode, die sich durch Frauen auszeichnete, die keck und kess waren, rauchten und hochprozentigen Alkohol tranken. In der vorherigen Zeit war ein solches Verhalten schier unpässlich. Nicht so in den Goldenen 20iger Jahren, als alles ein wenig offene wurde. Um nun die Kürze des Kleides ein wenig zu kaschieren, wurden Fransen angesetzt. Teilweise bestanden die Kleider sogar fast gänzlich aus Bändern und Fransen. Gerade beim Shimmy, einem Foxtrott- Tanz, waren Charleston Kleider angesagt, denn sie schwangen bei den rhythmischen Bewegungen wunderschön mit.