Heute geht es weiter bei uns mit der S-Linie, die vor allem auf dem Roten Teppich ein gern gesehener Gast ist. Viele Stars und Sternchen greifen auf die S-Silhouette zurück, um ihren Body ins rechte Licht zu rücken, denn diese Linie kann einiges. Sie schummelt ein paar Kilos weg, formt euren Körper und ist dabei gar nicht so unbequem. Was es alles über die S-Linie zu erzählen gibt, verraten wir euch jetzt.

Die Taille steht im Mittelpunkt des Looks

Die S-Linie sieht aus wie der Buchstabe „S“, daher stammt auch der Name. Der Buchstabe „S“ hat, unschwer zu erkennen, in der Mitte seinen dünnsten Punkt und oben und unten wirkt er etwas breiter. Auf die Mode und den Körper bezogen bedeutet das: Die Taille ist der dünnste Punkt und steht im Mittelpunkt. Die Schultern und Hüften sind der breiteste Punkt und wirken etwas ausladender. Der Bauch wirkt quasi schmal und Po und Brust werden akzentuiert. Die Kleider der S-Linie haben daher eine starke Taillenbetonung und sind zum Saum hin eher locker geschnitten. Gern kommen auch schwingende Rockteile hinzu. Zum Hals und zu den Schultern hin wird das Ganze auch wieder locker, sodass Puffärmel oder auch Schulterpolster zum Einsatz kommen können. In der Mitte ist der Stoff aber körperanliegend und eng. Die S-Linie wird deswegen auch Sanduhr- Silhouette genannt, das sie wie eine Sanduhr in der Mitte ihren schmalsten Punkt hat.

Entstehung im 16. Jahrhundert

Die S-Linie ist keine neue Erfindung. Sie gibt es schon sehr lange. Gerade im 16. Jahrhundert haben sich die Frauen diesem Schönheitsideal unterworfen. Zu dieser Zeit trugen die Frauen meist Korsetts, sodass der Blickpunkt auf die Taille fiel. Die Taille war stark verringert und eingeschnürt, sodass die Sanduhr- Silhouette in dieser Zeit grundlegend gegeben war. Früher galt diese Form nicht nur als Figur- Vorbild, sondern hatte auch noch andere Gründe. Die Zierlichkeit der Frau sollte durch das Einschnüren der Taille hervorgehoben werden. Darüber hinaus entstand durch diese Zierlichkeit die Unterordnung der Frau gegenüber des Mannes, der in dieser Zeit vor allem breite Schulterpolster getragen hat und damit noch wuchtiger wirkte. Alice Schwarzer hätte damals aufgeschrien.

S-Linie ist lockerer geworden

Nichtsdestotrotz hat sich die Sanduhr- Silhouette bis in die heutige Zeit durchgesetzt. Schon lange spielt die Unterwerfung der Frau keine Rolle mehr. Frauen greifen zu S-Linien Kleidern um sich sexy und überlegen zu fühlen. Die S-Linie ist aber auch nicht mehr so stark ausgeprägt wie zur damaligen Zeit. Früher hatten die Frauen durch die zu engen Korsetts regelrechte Haltungsschäden. Soweit kommt es heute aber nicht mehr. Die S-Linie ist lockerer geworden, verzichtet aber dennoch nicht auf die Betonung der Taille. Körpernah ist die Linie trotzdem noch, aber nicht eng. Abtrennung an der Taille und Gürtel holen den Blick zur Mitte. Da sich die S-Linie optimal dem Körper anpassen kann, ist sie gefragter denn je und findet ihren Einsatz vor allem bei Cocktailkleidern und Abendkleidern. Nur ab und zu, etwa bei Hochzeitskleidern, wird noch ein Korsett eingesetzt.