Wir schreiben das Jahr 1947. Christian Dior ist mit seiner Mode auf dem Vormarsch. Viele Menschen mögen seine Kreationen nicht, weil er seiner Zeit voraus ist und sich traut, für Skandale zu sorgen. Damals zum Beispiel, als er mit der Farbe Pink für Aufsehen sorgte oder mit seinem New Look, der in der Nachkriegszeit ein komplett neues Bild der damaligen Hausfrauen zeigte. Frauen sollten auf einmal nicht nur am Herd stehen und hübsch wirken, sondern in ihren Kleidern auch etwas leisten können. Ein neues Frauenbild war geboren und mit ihm der neue Style, den Christian Dior an den Tag legte. Im Mittelpunkt des Looks steht der Glockenrock, der heute in Abwandlungen vom Glockenkleid existiert. Christian Dior ließ sich dabei von der Blütenkelch- Linie inspirieren, da ihn der umgedrehte Rock an eine Blume erinnerte. Lang ist die Zeit her und heute sind besonders das Glockenkleider in aller Munde. Was es mit dem Trend in diesem Sommer auf sich hat und wie ihr ihn am besten tragt, verraten wir euch heute.

Die umgedrehte Blume lässt grüßen

Die meisten Glockenkleider erinnern tatsächlich an eine umgedrehte Blume. Sie sind an den Schultern und an der Brust schmal geschnitten und gehen ab der Taille oder der Hüfte mächtig auf. Oftmals werden Kräusel oder Falten eingearbeitet, damit Mehrweite entsteht. Nicht nur selten gibt es auch Godet- Einsätze, die ab einem gewissen Punkt zum Saum hin Mehrweite bieten und sich ähnlich wie eine Blüte zeigen. Der obere Bereich ist dabei der Stiel und ab der Taille gibt es dann die Blüte zu sehen – zumindest wenn man Christian Dior glaubt (und er muss es schließlich wissen, denn e hat den Glockenrock erfunden). Glockenkleider gibt es übrigens oftmals nur in Midi- Länge, da sie so am schönsten aussehen. Mini- Varianten gibt es auch zu sehen, aber niemals Maxikleider. Wie dem auch sei: Glockenkleider sind in diesem Jahr mehr als angesagt und das zeigen auch die verschiedenen Trends.

Glockenkleider – Von Dior erfunden

Richtig kombiniert wird das Glockenkleid mit einer engen Jacke. Ob ihr euch für eine Strickjacke, einen Blazer, eine Lederjacke oder eine Jeansjacke entscheidet, bleibt euch überlassen. Wichtig ist nur, dass sie eng am Körper anliegt, da das ausladende Rockteil des Kleides schon genug für Aufsehen sorgt. Wenn ihr oben herum auf etwas Weites setzt, seht ihr selbst schnell unförmig aus. Ein paar Kilos werden locker hinzu geschummelt und das will schließlich niemand. Mit der engen Variante oben herum seid ihr gut gewappnet. An den Beinen dürfen es dezente Strumpfhosen sein, im Sommer sind sie aber keine Pflicht. Ganz klassisch werden Pumps wie aus vergangenen Tagen zu den Glockenkleidern getragen. Audrey Hepburn entschied sich übrigens in den 50iger Jahren für Ballerinas, die eine gute Alternative zu Pumps sind, wenn ihr es etwas bequemer liebt. High Heels könnt ihr aber auch tragen, denn das streckt die Beine optisch.