Beim „White Tie“ wird es richtig glamourös. Wer zuvor schon einmal eine „Black Tie“- Einladung bekommen hat, wird staunen, wie sehr sich „White Tie“ von „Black Tie“ unterscheidet. „White Tie kann auch „Cravate Blanche“ und „Großer Gesellschaftszug“ genannt werden. Alle Bezeichnungen bedeuten das Gleiche und fordern die glamouröseste Kleidung, die es gibt. Wer immer schon einmal ein edles, pompöses Kleid tragen wollte, hat jetzt die Gelegenheit dazu. „White Tie“ wird oftmals bei einem Opernball, einem königlichen Empfang oder einem Staatsbankett gefordert. Es gibt aber auch einige Hochzeitspaare, die es krachen lassen wollen und deswegen auf „White Tie“ setzen, um besonders glamouröse Gäste zu haben. Bei Hochzeitseinladungen halten sich meist nicht alle Gäste an dieses Thema, aber meist ist es auch eher so gedacht, dass keine schwarzen Jeanshosen oder karierte Hemden auf der Hochzeit auftauchen – oftmals ignorieren Männer nämlich, dass sie auf einer Hochzeit angezogen sind und setzen auf fast alltägliche Kleidung. Das Hochzeitspaar, was „White Tie“ als Dresscode aussucht, will also sichergehen, dass alltägliche Kleidung von der Bildfläche verbannt wird. Das Praktische an „White Tie“ ist aber, dass sich nicht nur die Braut als Prinzessin fühlen kann, sondern auch die Gäste.

Was ist „White Tie“ überhaupt?

Beim Dresscode „White Tie“ ist alles ziemlich High Society. Patzer solltet ihr euch keine erlauben, um nicht negativ aufzufallen, vor allem, wenn es sich um etwas Offizielles handelt wie einen Opernball. Beim „White Tie“ solltet ihr aufs Ganze gehen und die Prinzessin in euch zum Vorschein holen. Trendfarben sind in diesem Jahr übrigens Cappuccino, Gold und Silber, aber auch Nude, Altrosa und Elfenbein. Natürlich dürft ihr aber auch richtig dramatisch werden mit Violett, Dunkelblau und Bordeaux – wenn ihr euch traut. Materialien wie Tüll, Brokat, Jaquard und Spitze warten nur darauf, dass sie ins Rampenlicht gebracht werden und euch verzieren dürfen. Perlenstickereien, üppige Applikationen, pompöse Schleppen und Schleifen und aufwendige Verzierungen – all das braucht ihr für diesen grandiosen Auftritt. Haute Couture ist hier absolut erlaubt und darf auch gern richtig eindrucksvoll ausfallen. „White Tie“ ist quasi die gesellschaftliche Haute Couture der Veranstaltungen.

Doch welcher Look funktioniert?

Kleider von Kopf bis Fuß mit Pailletten verziert? Wunderbar! Dramatische Silhouetten wie der Mermaid- Look? Auf jeden Fall! Goldene Kleider mit weit schwingenden Rockteilen? Alle Male, denn es kann gar nicht zu glamourös werden. Das Einzige, worauf ihr achten müsst, sind Kleider, die bis zum Boden reichen. Lange Abendkleider sind bei diesem Dresscode nämlich Pflicht. Keinesfalls solltet ihr mit einem Cocktailkleid auftauchen. Und was geht beim „White Tie“ noch überhaupt nicht? Materialien wie Baumwolle, Jersey oder Leinen, weil sie einfach nicht glamourös genug sind. Genauso auch Nylonstrümpfe, Socken oder Netzstrumpfhosen. Polka Dots, Blumen, Paisley und Streifen lasst ihr auch Zuhause. „White Tie“ soll nämlich einfach nur glamourös und erwachsen wirken und da haben solche Muster natürlich nichts zu suchen.