Der Grunge ist fast so alt wie die Musik. Dort, wo Musik war, war immer auch ein bisschen Grunge. Was aber bedeutet das für die Mode? In der Mode war der Grunge erst ab den 80iger Jahren vertreten und erlebte in den 90iger Jahren mit Kurt Cobain seine kurze, aber dennoch ausschlaggebende Hochphase. Als rockig, dreckig, düster und vor allem nicht gesellschaftsfähig wurde er beschrieben.

Die Punks der damaligen Zeit bedienten sich an ihm, um ihre Garderobe ein wenig aufzumöbeln und andere Styles für sich zu entdecken. In den 90iger Jahren wurde der Look durch Kurt Cobain von der Band Nirvana geprägt, der jedoch einen eher leichteren Stil des Grunge bevorzugte mit kaputten Jeans und weiten Flanellhemden. Grunge ist eigentlich nicht modisch, wird aber immer wieder dazu gemacht. Wir werfen heute einen Blick auf drei verschiedene Grunge Styles und wie sie in die heutige Zeit übersetzt werden.

Grunge Look mit rotem Kleid

Grunge Look um rotes Kleid

Rotes Maxikleid von Boohoo

Schwarze Wonder Jegging Jeans von Vero Moda

Rotes Karohemd im Authentic Stil von Lee

Schwarze, trashy Lederjacke von Freaky Nation

Burgungderrote Chelsea Boots von Dr. Martens

Im Grunge lebt die Stimme einer ganzen Generation. Eine Generation, die viel zu sagen hatte, aber lieber schwieg und sich durch modisches Understatement auszudrücken versuchte. Das Problem dabei ist, dass nie jemand stylisch sein wollte. Die Modemacher haben den Grunge Trend erst zum Trend gemacht und das vor allem erst etliche Jahre später. Heute liest man überall Grunge Trend, doch was tatsächlich hinter dem Trend steht (eine Jugendbewegung und Musikkultur) gerät schnell in Vergessenheit. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der heutige Grunge Look nicht mehr viel mit den damaligen Styles zu tun hat und, wie bei vielen anderen Trends auch, nur ein paar Grundgedanken übernommen wurden.

Die Farbe Khaki ist allgegenwärtig

Punkiger Look mit edlem Kleid

festliches Cocktailkleid in Schwarz von Derhy Beret

Schwarze Punk Strumpfhose mit Löchern von la vogue

Oversize Jeansjacke in Khaki von Twintip

Schwarze Beanie Damenmütze von Volcom

Schnürboots „Pascal“ in Khaki von Dr. Martens

Immer wieder tauchen Flanellhemden, vorzugsweise mit Karomuster, edle Kleider, die aus ihrem Style genommen wurden, Leder- und Jeansjacken auf, die es zu der damaligen Zeit zwar gab, aber nicht unbedingt zum Einsatz kamen. Gefragter waren Parka, aber die werden verkürzt und zu Jeansjacken gemacht – nur die Farbe ist geblieben. Zerrissene Hosen werden gern zu Kleidern getragen und dabei kommt vor allem der Destroyed und Gepatched Trend der Modeindustrie zu gute, die hierbei zwei Trends miteinander vermischen kann. Das Einzige, was aus der damaligen Zeit stammt, sind die Dr. Martens, die sich seitdem nicht verändert haben und tatsächlich den Stil perfekt unterstützen. Wer den aktuellen Grunge Look verteufeln will, ist hier sicherlich an der falschen Adresse, denn wir frönen ihn lieber.

Karierte Kleider dürfen nicht fehlen

Grungiger Look mit Karokleid

Rote Jacke mit Taschen von Odeeh

Strickjacke in Vintage Grey von tigha

Kariertes Kleid von Laura Scott

Schwarze Destroyed & Gepatchte Jeans von Sandro

Schnürstiefel „Anderson“ in Schwarz von tigha

Der Grunge Look reißt euch aus euren normalen Bahnen heraus, sorgt dafür, dass ihr euch mit einem Stück Musikgeschichte auseinandersetzt, indem ihr Bandshirts tragt und sieht vor allem richtig cool aus, wenn edle Kleider mit grungigen Teile wie Flanellhemden, Oversize Jacken, viel Leder oder Jeans kombiniert werden. Sicher kein Trend für mädchenhafte Mädchen, dafür aber für selbstbewusste Frauen, die Statements setzen wollen.