Das Empirekleid ist ein wesentlicher Bestandteil der Empiremode, die in ihrer zeitlichen Entwicklung an die  Revolutionsmode anschließt. Dabei ist ein besonderes Merkmal die Kleid-Linie, die an ein „A“ erinnert, denn die Mode wurde gerade um die Zeit nach 1820 zunehmend biederer, wobei man natürlich auch versucht war, den eigenen Körper vor fremden Blicken zu verstecken und sich somit auch im Kleidungsstil der Lebensführung anpasste. Eine weitere Eigenschaft der Empirekleider, die mehr oder weniger unvorteilhaft war, ist in der zunehmenden Höhe des Dekolletés zu sehen, denn die Ausschnitte verloren zunehmen an Tiefe bis sogar kleine gekräuselte Spitzenkrägen den Hals verdeckten. Auch wurden die Ärmel selbst in heißen Sommermonaten immer länger, so dass ein kurzärmeliges Kleid nicht mehr getragen werden konnte. Dieses unnatürliche Schamgefühl dem eigenen Körper gegenüber konnte zwar nicht wirklich lange andauern, brachte in der Zwischenzeit aber zumindest der Medizin Arbeit, denn gerade im Sommer waren Kreislaufzusammenbrüche durch Hitzestaus nicht selten.

Daher ist es eigentlich sehr verwunderlich, dass der unvorteilhafte Stil der Empiremode auch heute wieder so sehr gefragt ist. Immerhin kann mit dieser unvorteilhaften A-Linie selbst eine schlanke Trägerin nur nach dick und unförmig wirken. Ab Größe 40 ist ein Empirekleid daher wirklich mit der Verschnürung unter der Brust kaum noch tragbar, da die berühmten  Problemzonen damit besonders gut zur Geltung kommen. Wer aber trotzdem nicht auf ein Empirekleid – das auch oftmals als Hemdkleid bezeichnet wird – verzichten möchte, sollte dabei zumindest versuchen, die Farben gedeckt und die Muster relativ klein zu halten. Selbst schlanke Frauen müssen hier sehr aufpassen, dass die Muster nicht zu grob und kittelschürzenmäßig wirken.

Dabei können vor allem diese Oberteile mit dunklen Leggings oder blickdichten Strumpfhosen kombiniert werden, wobei man dies aber besser wirklich nur als Freizeitmode tragen sollte. Im Job empfiehlt sich dagegen die Kombination mit schmalen Hosen, da die Oberteile ohnehin schon sehr extrem auftragen.