Vor 3 Jahren war schon einmal der Power Purismus angesagt und auch heute ziehen die puristischen Looks viele Frauen in den Bann. Das liegt zum Einen an der Reinheit der Farben und zum Anderen an den klaren Schnitten, die jeder Frau passen und sich auf das Wesentliche berufen. Ziel ist es außerdem beim Purismus, die Frau in einem optimalen Licht stehen zu lassen und so sind die Kleidungsstücke perfekt auf den Körper abgestimmt. Absolute Fashion Queen bei puristischen Kleidern ist Jil Sander und damit ihr einen Eindruck von der puristischen Mode bekommt, kümmern wir uns heute um dieses Thema.

Wenige ist mehr

Purismus wird abgeleitet von „purus“ aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „rein“. Die Ästhetik dieser Kunstrichtung liegt im Fokus auf das Klare, Genau, Regelmäßige und Unverfälschte. Die Puristen der damaligen und heutigen Zeit strebten eine funktionale, einfache Malerei und Bauweise an, in der sich die Schönheit der Ästhetik mit der praktischen Maschinenwelt vereinigen soll. Der Goldene Schnitt steht über allem, geometrische Formen kommen zum Einsatz und Elemente, die nur dekorativ sind und sonst keine Funktion bieten, lehnen sie ab. Der Purismus steht auch in enger Verbindung zum Minimalismus, der allerdings in der Mode noch ein wenig raffiniert mit Cut Outs daherkommt. Der Purismus in der Mode setzt nicht auf wilde Muster, starke Verzierungen wie Troddeln, Bommeln, Spitze und Borte und auch nicht auf ein großes Glamour- Bling- Bling, das die Blicke auf sich zieht. Wie im richtigen Purismus dreht sich alles um das Motto „Weniger ist mehr“ und in diesem Fall sogar viel mehr.

Lebendigkeit durch Farben & Schnitte

Der Purismus bei Kleidern sorgt für einen starken Auftritt, der weder süß noch niedlich ist (wie so oft ein Look mit Kleidern assoziiert wird), denn es wird sich auf das Wesentliche zurückbesinnt. Viel Schnick Schnack werdet ihr in diesem Look nicht finden, dafür haben die Designer schon gesorgt. Im Mittelpunkt steht eine tolle Schnittführung, die aber ebenso auf das Wesentliche reduziert wurde. Aber keine Angst: Details gibt es trotzdem, denn dieser Look lebt von seinen kleinen Bestandteilen, die ihn zu etwas ganz Besonderem machen. Die Raffinesse dieser Meisterwerke steckt vor allem in ihrer Schlichtheit und eben in den Einzelheiten, die erst auf den zweiten Blick auffallen. Die Schnitte sind geometrisch, orientieren sich gern am Goldenen Schnitt, der sich übrigens auch auf die Mode übertragen lässt und sind frei von Verzierungen. Trotzdem sind die Schnitte raffiniert, denn sie rücken die Trägerin ins rechte Licht und sehen einfach fantastisch aus. Ziel ist es hierbei, die perfekte Figur zu erschaffen. Da in einem puristischen Kleid keine Muster vorhanden sind, wird viel Wert auf Farbe gelegt. Color Blocking kommt immer wieder vor und sorgt für tolle Augenblicke. Weiß wird oftmals als Basisfarbe eingesetzt, genauso auch Grau und Schwarz. Alle drei Farben sorgen für eine ruhige Basis, bei der die anderen am Outfit beteiligten Farben dann noch kräftiger ausfallen dürfen. Knallige Töne wie Bordeaux, Tanne und Meeresblau treffen auf sanfte Pastelltöne wie Mint, Rosé und Hellblau. Knallige Farben hauchten dem Styling Lebendigkeit ein und sanfte Töne setzen auf einen ruhigen Look, der wunderbar bei einem Vorstellungsgespräch funktioniert.